Eine Ohrkerze ist ein hohles Röhrchen mit einer Länge zwischen 20 und 30 cm. Häufig enthält sie Bienenwachs, ätherische Öle, pulverisierte Heilpflanzen (wie Johanniskraut, Kamille, Schachtelhalm, Thymian, Weihrauch und Salbei) und Baumwolle.

 

Welche Krankheiten werden mit Ohrkerzenbehandlung behandelt?
  • Hyperaktivität, Beruhigung
  • Kopfschmerzen und Migräne, Linderung
  • Nebenhöhlenentzündung, Sinusitis
  • Ohrsausen und Ohrgeräusche
  • Reinigung des Gehörgangs
  • Schnupfen
  • Schwerhörigkeit
  • Verspannung, Stress

 

Kerze im Ohr

Der Patient liegt seitlich auf einem Ohr, während die Ohrkerze senkrecht in das andere Ohr gesteckt wird. Dann wird die Ohrkerze am oberen Ende angezündet. Nach der Behandlung sollte der Patient ruhen.

 

Heisse Luft

Durch den Verbrennungsprozess der Ohrkerze entsteht heisse Luft, die nach oben zieht. Dadurch kommt es am anderen Ende der Ohrkerze zu einem Unterdruck. Dieser Effekt löst vielleicht im Mittelohr und den Nebenhöhlen eine Druckregulierung aus und massiert das Trommelfell. Als Folge könnte Sekretfluss angeregt werden, so dass Schlacken und Ablagerungen ausgeleitet werden. Auch die Bewegung der Lymphflüssigkeit würde davon profitieren.
Die Wärme der Ohrkerze wirkt auf die Durchblutung fördernd. Dabei soll indirekt auch die Durchblutung angeregt werden. Zudem würden durch eine Ohrkerze die zugehörigen Reflexzonen stimuliert. Auch eine Schmerzlinderung sei möglich.
Das Knistern und Rauschen der Ohrkerze beim Abbrennen bewirkt Vibrationen. Sie sollen ebenfalls die Entspannung und Reinigung unterstützen. Subjektiv soll die Ohrkerze ein Gefühl der «Befreiung», Freude, Ruhe und Geborgenheit auslösen.

 

Bei einem Loch im Trommelfell, einer Ohrentzündung, Ohrenpilz oder Implantaten darf keine Ohrkerze verwendet werden!